Erschließung: Unterschied zwischen den Versionen
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"Erschließen" bedeutet, einen Aktenbestand systematisch zu ordnen und die darin enthaltenen Informationen für Nutzende zugänglich zu machen (Fachbegriff: "Verzeichnen", also idealerweise die wesentlichen Informationen in eine Datenbank eintragen). |
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Dabei gibt es zwei Möglichkeiten des Vorgehens: zuerst Verzeichnen, dann Ordnen/Klassifizieren (→ Bär`sches Prinzip) |
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oder umgekehrt zuerst Ordnen/Klassifizieren, dann Verzeichnen (→ Streifenmethode). Die Entscheidung dafür hängt vom Zeitplan und von den Umständen ab. |
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- '''Bär`sches Prinzip''': das ist die übliche Methode |
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1. Verzeichnung (in der Reihenfolge, wie die Archivalien in die Hände der Archivar:innen fallen, Nummerierung |
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fortlaufend (numerus currens), ohne auf Klassifikation Rücksicht zu nehmen) |
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2. Klassifikation (nachträglich in Datenbank) |
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→ Vorteil: pragmatischeres, offenes Prinzip (Signaturen können nach hinten ergänzt werden bei Nachlieferungen) |
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→ Nachteil: die Signaturen werden nicht systematisch vergeben (die Signaturen “springen” in der Datenbank/im Findbuch unsystematisch) |
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- '''Streifenmethode''': sie wird meist für abgeschlossene Bestände verwendet |
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1. vorläufige Verzeichnung mit Papierstreifen (auf denen eine vorläufige Signatur steht und die in die Unterlagen gelegt werden) |
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2. Klassifikation |
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3. endgültige Verzeichnung |
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→ Vorteil: systematischere Signatur-Vergabe, Lagerung im Magazin entsprechend der Klassifikation |
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→ Nachteil: umständlich (zeitaufwendiger), da die Materialien mehrmals in die Hände genommen werden müssen |
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== Wozu soll eine Erschließung gut sein? == |
== Wozu soll eine Erschließung gut sein? == |
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Version vom 10. Februar 2026, 15:31 Uhr
Was ist Erschließung?
"Erschließen" bedeutet, einen Aktenbestand systematisch zu ordnen und die darin enthaltenen Informationen für Nutzende zugänglich zu machen (Fachbegriff: "Verzeichnen", also idealerweise die wesentlichen Informationen in eine Datenbank eintragen). Dabei gibt es zwei Möglichkeiten des Vorgehens: zuerst Verzeichnen, dann Ordnen/Klassifizieren (→ Bär`sches Prinzip) oder umgekehrt zuerst Ordnen/Klassifizieren, dann Verzeichnen (→ Streifenmethode). Die Entscheidung dafür hängt vom Zeitplan und von den Umständen ab.
- Bär`sches Prinzip: das ist die übliche Methode
1. Verzeichnung (in der Reihenfolge, wie die Archivalien in die Hände der Archivar:innen fallen, Nummerierung fortlaufend (numerus currens), ohne auf Klassifikation Rücksicht zu nehmen)
2. Klassifikation (nachträglich in Datenbank)
→ Vorteil: pragmatischeres, offenes Prinzip (Signaturen können nach hinten ergänzt werden bei Nachlieferungen) → Nachteil: die Signaturen werden nicht systematisch vergeben (die Signaturen “springen” in der Datenbank/im Findbuch unsystematisch)
- Streifenmethode: sie wird meist für abgeschlossene Bestände verwendet
1. vorläufige Verzeichnung mit Papierstreifen (auf denen eine vorläufige Signatur steht und die in die Unterlagen gelegt werden)
2. Klassifikation
3. endgültige Verzeichnung
→ Vorteil: systematischere Signatur-Vergabe, Lagerung im Magazin entsprechend der Klassifikation → Nachteil: umständlich (zeitaufwendiger), da die Materialien mehrmals in die Hände genommen werden müssen